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Über den Prozess des Machens und das Wabi-Sabi Prinzip...
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In diesem Newsletter: Pep Talk

Sammelleidenschaft
Wabi-Sabi Prinzip
Flow Momente

Passion for collecting
Wabi Sabi Principle
Flow Moments


Liebe Leserinnen und Leser, dear readers and music lovers!
(English version below)

Ich bin eine Sammlerin.
Leider!

Das bedeutet nämlich, dass bei mir immer etwas Unordnung herrscht, weil ich zu viele Dinge habe (auch Gedanken und Ideen im übrigen) und aufhebe, insbesondere Bücher liebe ich und selbstgeschriebene Noten und Notizen zu allen möglichen Themen.

Vielleicht habe ich auch nur zu wenig Platz! Kleiner Scherz ;-)

Neben zu vielen Klamotten (man muss ja gewappnet sein für alle Lebenslagen und Wetterverhältnisse!) sind es diese physischen, haptischen Dinge, die einfach viel Platz in der Wohnung brauchen.

Meine romantische Vorstellung ist, dass ich später, wenn ich mal ganz alt bin, in einem Schaukelstuhl vor dem Kamin sitze und endlich die Zeit habe, alles anzugucken, alles zu lesen, was mich interessiert, Fotos zu sortieren und auszumisten, mich zu erinnern und die Gedankenschnipsel auf den Zetteln weiterzudenken. Wenn ich aber vorher nicht die Kurve kriege und mal aussortiert habe, erlebe ich das eventuell gar nicht, weil ich darunter erstickt bin.

Doch, ich reiße mich zusammen und räume zwischendurch auch mal auf und trenne mich von Dingen. Aber die Notizen, die Gedanken...

Es ist ein innerer Kampf: wenn ich die Ideen und Gedanken direkt umsetzen würde, käme ich ja zu nichts anderem mehr und dann würden die neuen Gedanken vielleicht nicht geboren.

Und dann gibt’s ja noch unendlich viele virtuelle, digitale Dinge, die man sammeln bzw. abspeichern kann.

Aber jetzt nehme ich die Kurve! Denn ich will Euch nicht die Ohren volljammern, sondern lieber eine elegante Überleitung finden...

Ich sammele auch Screenshots von Texten und Bildern und Links zu Internetseiten, die ich unbedingt lesen will.
Und kluge Sätze!
Zum Beispiel diesen:

Vieles passiert erst im Prozess des Machens und kann nicht geplant werden.
Der Prozess des Machens

Leider habe ich mir nicht notiert, wer das gesagt hat, vielleicht habe ich es auch einfach sinngemäß aufgeschrieben, weil da etwas in mir resonierte.

Denn es stimmt.

Das ist „Flow“, der Kreativität freisetzt. Das ist „Stream of consciousness”, der tief aus dem Unbewussten schöpft und Bilder, Gedanken und Erkenntnisse zutage befördert, von denen wir nicht wussten, dass sie in uns stecken.
Wenn ich mich jetzt hinsetze, um einen Newsletter zu schreiben, passiert genau das.

Ich habe eine Idee (oder nicht).
Ich finde einen Einstieg, fange an und lasse los.
Ein Wort reiht sich an das nächste, ein Gedanke jagt den nächsten. Bäm bäm bäm.
Dann muss ich filtern, was aus dieser ganzen Fülle an Worten, Bildern und Geschichten ich aufschreiben und rausgeben möchte. Ich möchte Euch ja mitnehmen. Also wieder aussortieren...

Ähnlich geht das mit dem Komponieren.
Es braucht eine Idee (oder auch nicht).
Es braucht auf jeden Fall Offenheit, Schwung und den Impuls zu starten.
Manchmal ist es die reine Neugierde darauf, was da Neues und Unerwartetes kommen wird, die antreibt. Und dann natürlich das Durchhaltevermögen dranzubleiben.
Während ich das schreibe fällt mir auf, was wir, die wir etwas erschaffen, eigentlich leisten.
Hut ab vor allen, die nicht aufgeben!

Und es braucht Milde, Freundlichkeit sich selbst gegenüber, eine gnädige Haltung, wenn nicht sofort das perfekte Ergebnis da ist. Perfektion ist eigentlich nie da.

Wichtig ist es, die Stärke zu erkennen und sich darauf zu fokussieren und von dort weiter in die Tiefe zu gehen. Und das Besondere, das Eigene weiter zu formen und zu schleifen.

Und hier kommen noch ein paar kluge Sätze:

Don't forget: beautiful sunsets need cloudy skies!  - Paulo Coelho

Für einen schönen Sonnenuntergang braucht es Wolken!

Wie wahr!

Oder noch ein bisschen poetischer:

There’s a crack in everything. That’s how the light gets in. – Leonard Cohen


Also, keine Angst vor Fehlern! Das vermeintlich Unperfekte, macht möglicherweise die Schönheit erst aus.

Das Wabi-Sabi Prinzip

In Japan gibt es übrigens das ästhetische Konzept des Wabi-Sabi. Es ist eng mit dem Zen-Buddhismus verknüpft und basiert darauf, dass Vergänglichkeit und der Zustand des Unperfekten nicht nur akzeptiert wird, sondern gerade darin das verborgene Schöne erkannt wird. Ein guter Punkt in unserer Zeit, wo das Streben nach Perfektion und den meisten Likes nicht selten zur Last wird. Beim Wabi-Sabi wird Perfektion überhaupt erst durch Fehler möglich.

So, das war mein PEP-Talk des Tages! :-)

Für Euch, aber auch für mich, denn nur weil ich es schreibe, heißt das ja noch lange nicht, dass ich nicht auch zwischendurch diese aufmunternden Worte gut gebrauchen könnte.

Denn es gibt diese Tage, an denen findet man alles richtig doof. Da sieht man den Himmel vor lauter Wolken nicht.

Aber um mal einen "schlauen" Satz von mir anzubringen:

Wenn Du einen Schatten siehst, kannst Du sicher sein, dass da auch irgendwo Licht ist.
Go for it!

In diesem Sinne wünsche ich uns allen, dass der Frühling bald kommt und uns Wärme, Licht und viele Flow-Momente schenkt!

Alles Liebe
Britta


 
Termine:

An einem Montag im Monat, also HEUTE um 19 Uhr findet das neue Format „Circlesongs und Klanglandschaften“ im Kulturpunkt West, Ludwig-Winter-Straße 4 in Braunschweig statt. In Kooperation mit der „Singenden Landschaft“ biete ich dieses Format neuerdings regelmässig an.

Offen für alle, die gerne singen und experimentierfreudig sind!
Nächste Termine: 13. März, 17. April, 8. Mai

30. April 2023
Duo Britta Rex & Erwin Kühn
Kantinen-Konzerte @ Brunsviga, Braunschweig
11 Uhr, mit Frühstücksbüffet
Anmeldung hier

03. Juni 2023
Britta Rex Quartett - On Air On Water
Charity Jazz Festival, ab 18 Uhr
Biergarten am Hallenbad, Wolfsburg
Tickets


15. Juni 2023
Gentle Voices meets Bigband Clean, Fine and Funky Ltg. Achim Kück
19:30 Uhr Kulturscheune Salzgitter

23. Juli 2023
Madame Pele Project
tba. Kultursommer Salzgitter, Salder


2.-9. September 2023
Entdeckungsreise Stimme in Italien
Perugia, Umbrien
Infos und Anmeldung
Agriturismo Il Corniolo


16. September 2023
Schlosskonzert Jazzy Ways
Schloss Ovelgönne
Infos folgen
 
Dear readers and music lovers!

I am a collector. Unfortunately!

This means that I always have a bit of a mess because I have too many things (including thoughts and ideas, by the way) and I keep them, e.g. books I love and self-written sheets and music notes and notes on all kinds of topics.

Maybe I just don't have enough space! Just kidding ;-)

Besides too many clothes (you have to be prepared for all situations and weather!), it's these physical, haptic things that simply need a lot of space in the flat.

My romantic idea is that later, when I'm really old, I'll sit in a rocking chair in front of the fireplace and finally have the time to look at everything, read everything that interests me, remember and continue to think about the snippets of thoughts on the pieces of paper. But if I haven't even sorted it out beforehand, I may not even experience it because I'm suffocated under it.

Yes, I tidy up and part with things in between. But the notes, the ideas... Oh my!

It's an inner struggle: if I were to implement the ideas and thoughts directly, I wouldn't get anything else done and then the new thoughts might not be born.

And then there are an infinite number of virtual, digital things that can be collected or stored.

I don't want to whine all over you, but rather quickly create an elegant transition...

I also collect screenshots of texts and pictures and links to websites that I really want to read.

And clever sentences!
For example this one:
Much happens only in the process of making and cannot be planned.

Unfortunately I didn't make a note of who said that, or maybe I just wrote it down because something resonated with me.

Because it's true.

This is "flow" that releases creativity. This is "stream of consciousness", which draws deeply from the unconscious and unearths images, thoughts and insights that we didn't know were inside us.

For example, when I sit down to write a newsletter, that's exactly what happens.

I have an idea (or not).
I find an entry point, start and let go.
Then I have to filter what I want to write down and put out of all this abundance of words, pictures and stories. I don't want to bore anyone.

It's similar with composing.
It needs an idea (or not).
In any case, it needs openness, momentum and the impulse to start. And then to continue of course.

Sometimes it's pure curiosity about what's new and unexpected that drives you.

And it takes gentleness, kindness towards oneself, a gracious attitude if the perfect result is not there immediately. Perfection is actually never there.

It is important to recognise the strength and to focus on it and from there to go further into the depths. And to continue shaping and honing what is special, what is one's own.
And a few more wise sentences:

Don't forget: beautiful sunsets need cloudy skies. - Paulo Coelho.
How true!

Or a little more poetically:
There's a crack in everything. That's how the light gets in. - Leonard Cohen

So, don't be afraid of mistakes! The supposedly imperfect may be what makes it beautiful in the first place.

The Wabi Sabi Principle
In Japan, by the way, there is the aesthetic concept of wabi-sabi. It is closely linked to Zen Buddhism and is based on not only accepting transience and the state of imperfection, but also recognising the hidden beauty in it. A good point in our time, where striving for perfection and the most likes often becomes a burden. In wabi-sabi, perfection only becomes possible through mistakes.

So, that was my PEP talk of the day! :-)

For you, but also for me, because just because I'm writing it doesn't mean that I don't have to think about these encouraging words in between.

Because there are days when you think everything is really bad. When you only see the clouds and not the sky.

But, to use a "clever" phrase of mine:

If you see a shadow, you can be sure that there is light somewhere.
Go for it!

With this in mind, I wish you that spring comes soon and gives you light and many flow moments!

Love, Britta

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Britta Rex , Schöttlerstr. 14, 38122 Braunschweig, Deutschland
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